Monitoring

MAURER Monitoring Systeme sind maßgeschneiderte Monitoring-Systeme zur Produkt- und Bauwerksüberwachung als auch zur kontinuierlichen Erfassung der Bauwerkseinwirkung aus Verkehr, Temperatur, Erdbeben und Wind. Alle MAURER Produkte können mit maßgeschneiderten MAURER Monitoring Systemen ausgestattet werden. Die Besonderheit liegt darin, dass die Sensoren individuell auf das Bauteil und das Bauwerk angepasst werden und im MAURER Produkt integriert werden. Die instrumentierten Produkte werden im Labor bzw. im Bauwerk unter vorgegebenen Lasten bzw. Verformungen kalibriert und mit Kalibrierschein ausgestattet. Das Ergebnis sind robuste, dauerhafte Sensoren und präzise Messwerte.

Ob permanentes Monitoring mit automatisierter Datenauswertung und internetbasierter Weitergabe oder gelegentliche Messungen mit direktem Zugang zum Bauteil oder mit lokaler kabelloser Datenübermittlung via Bluetooth oder WLAN, für jedes Produkt gibt es das auf das Bauwerk und die Anwendung maßgeschneiderte Hard- und Software-System zur Datenerfassung und Weiterverarbeitung. Zu unterscheiden sind die folgenden Stufen:

  • Basic: für periodische Messungen mit direktem oder auch ohne Zugang zum Bauteil durch lokales Funknetz
  • Advanced: für kontinuierliche Messungen mit periodischer Auswertung, aber Warn-Nachrichten (SMS oder E-mail) bei Systemstörungen
  • Expert: für kontinuierliche Messung und automatisierte Auswertung und Ergebnisübermittlung in Echtzeit

Nutzen und Mehrwert für den Bauwerksbetreiber

  • Bauwerksmonitoring als eine Schnittstelle zwischen Mensch und Bauwerk zur Beurteilung des Zustands und der Funktionstüchtigkeit der Bauteile und des Bauwerks
  • Automatische Warnung an Betreiber
  • Unterstützen die Bauwerksprüfung mit zusätzlichen relevanten Informationen
  • Mittel für vorausschauendes effizientes Erhaltungsmanagement

Produkt-Monitoring

MAURER Monitoring Systeme überwachen die MAURER Produkte, indem die Funktionstüchtigkeit kontrolliert, Verschleiß erfasst und Schäden detektiert werden.

Überwachung der Brückenlager erfolgt mit der Erfassung von:

  • Gleitweg
  • Gleitspalt
  • Verformung bzw. Verkippung

Für Gleitlager ist die Höhe des Gleitspalts ein direkter Indikator für die Beanspruchung des Gleitmaterials. Bei Unterschreitung eines Grenzwerts wird der Betreiber gewarnt. Der Gleitweg ist ein Indikator für die Ausnutzung der Lagerkapazität und als akkumulierter Gleitweg ein Indikator für die Beanspruchung des Gleitmaterials. Kontinuierliche Erfassung des akkumulierten Gleitwegs kombiniert mit Gleitspalt erlaubt eine Prognose der Lebensdauer und eine wirtschaftliche Koordination des Bauwerkserhaltungsmanagement.

Für Verformungslager und Topflager ist die Überwachung der Stauchung, Verformung bzw. Verkippung relevant für die Ausnutzung des Lagers. Eine Überwachung der um Temperatureinflüsse bereinigten Veränderung der Steifigkeit erfasst den Zustand, die Lebensdauer und evtl. Schädigungen der Lager.

Überwachung der Dehnfugen/Fahrbahnübergangskonstruktionen erfolgt mit der Erfassung von:

  • Bauwerksspalt
  • Spaltabstände der Lamellen
  • Schwingungsverhalten der Dehnfuge

Für einprofilige und Modular-Dehnfugen sowie Fingerfugen werden anhand relativer (längs und quer) und akkumulierter Bauwerksspalt die Beanspruchung erfasst. Anhand der Beobachtung einzelner Lamellenabstände wird die Funktionsfähigkeit überwacht. Die Erfassung des Schwingungsverhaltens ermöglicht eine frühzeitige Schadensidentifikation.

Überwachung der Erdbeben-Isolatoren erfolgt mit der Erfassung von:

  • Verformung und Verkippung
  • Verschiebung

Hier ist es erforderlich einen Seismographen neben den im Bauteil integrierten Sensoren im Messsystem zu integrieren, um ein Erdbeben eindeutig zu identifizieren und zeitlich begrenzt mit hoher Abtastrate die Reaktion des Isolators auf das Erdbeben zu messen. Überwacht wird die Ausnutzung und Beanspruchung der Isolatoren.

Überwachung der hydraulischen Erdbeben-Dämpfer und Seildämpfer erfolgt mit der Erfassung von:

  • Öldruck im Kolben und Kolbenverschiebung

Überwachung der abgestimmten Massedämpfer erfolgt mit der Erfassung von:

  • Relativbewegung zwischen TMD und Bauwerk sowie Bauwerksschwingungen

I.d.R. wird empfohlen, ein Produktmonitoring mit einer Messung der Bauwerks- oder Umgebungstemperatur zu kombinieren, um die Messergebnisse von Temperatureffekten zu bereinigen.

Bauwerksmonitoring

MAURER Monitoring Systeme liefern auch Informationen über das Verhalten und den Zustand des Bauwerks. Insbesondere Kalottenlager mit Auflastmessung und Messung der Translationen und Rotationen liefern Angaben über Eigengewicht, Steifigkeit und thermisches Verhalten. Eine Änderung der stationären Werte des Eigengewichts, der Lagerverdrehung und der Brückensteifigkeit sind ein Indiz für eine Systemänderung der Brücke z. B. durch Baumaßnahmen, Pfeilersetzungen, Veränderungen der Krafttransmission des Spannstahls.

Einwirkungsmonitoring

MAURER Monitoring Systeme liefern auch Informationen über Einwirkungen, wenn die Messsignale hochfrequenter Signale  erfasst werden und mit komplexen Algorithmen ausgewertet werden.

  • Erdbebeneinwirkung in das Bauwerk
  • Verkehrserfassung durch Brückenlagersystem mit Auflastmessung (Brückenlagersystem – mehrere Lager ausstatten, evtl. kombiniert mit Verkehrserfassung an Dehnfuge)
  • Verkehrsklassifzierung und Achslasterfassung mit instrumentierter Dehnfuge